Digitaler vs. analoger Abdruck – es ist der workflow, mein Freund!

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Dieses Foto zeigt zwei verschiedene Modelle ein und desselben Zahnes, der für eine Goldfüllung präpariert wurde. Links der Zahnstumpf aus dem Drucker nach einem intraoralen Scan, rechts das Gipsmodell, hergestellt aus einem Abdruck mit Polyether.

Die feinen Details der Präparation wirken auf dem gedruckten Stumpf wie verwaschen

Das sieht sehr unterschiedlich aus, nicht wahr?

Wenn Sie nun glauben, daß das mit der Situation im Mund nichts zu tun hat, dann schauen Sie doch bitte mal:

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Das ist die Goldfüllung nach der Eingliederung im Mund- so perfekt, wie sie nur sein kann. Wie dankbar ich meinem Zahntechniker dafür bin!

Schauen wir uns an, wie sie auf den Modellen aussah:

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Das ist die Arbeit auf dem gedruckten Modell aus dem intraoralen Scan.

Was meinen Sie?

Irgendwie anders oder?

Ehrlich gesagt, hat das nichts mit der Mundsituation zu tun.

Wie ist es mit dem konventionellen Modell?

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Wie finden Sie das?

Sieht aus wie im Mund oder?

Genau so ist es.

Wenn wir die Arbeit auf dem gedruckten Modell gefertigt hätten, hätte das Gold vielleicht irgendwie gepaßt, aber es wäre weit hinter den Möglichkeiten geblieben, die wir mit dieser Versorgung haben.

Die Arbeit vom Gipsmodell habe ich in wenigen Minuten adhäsiv zementiert und muß sie nicht einschleifen.

In den letzten Monaten habe ich viel Zeit damit verbracht, Arbeiten, die wir nach intraoralen Scans gefertigt haben, so anzupassen, das sie eingegliedert werden konnten. Und glaub mir, mein Freund, eine halbe Stunde ist da schnell vorbei und wisse, daß das nicht die schönste Zeit des Tages in der Praxis ist.

Vielleicht stimmt es, daß intraorale Scans schneller und komfortabler sind als konventionelle Abformungen, doch was nützen die Minuten, die ich hier einspare?

Denn eine fertige Arbeit einzupassen, ist zeitraubend, nervtötend und nicht eben dem Vertrauen des Patienten in die Fähigkeit seines Zahnarztes förderlich. 30 Minuten sind schnell ‚rum, wenn ich eine schlecht passende Arbeit im Mund anpassen muß.

Ich bin weiter fest davon überzeugt, daß die Zukunft der Zahnmedizin digital ist. Nicht bereit bin ich, Abstriche in der -hohen- Qualität makelloser Zahntechnik zu machen.

Es wäre verantwortungslos und unprofessionell, diese Qualität für eine neuere Technik aufzugeben. (Mal abgesehen davon, wie viel Spaß das Streben nach Perfektion macht :-).)

Unser Polyetherabdrücke sind der Goldstandard.

Wir bleiben dabei.

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