Pontifikalamt für die Implantologie

Pontifikalamt für die Implantologie

Der weltweit größte und bedeutendste Implantalogie-Kongress #ITI World Symposium #Basel #2017

Implantologie als Thema eines besonderen Kongresses.

Alle drei Jahre findet es statt, das World Symposium des ITI (#ITIWS2017). In diesem Jahr war es in Basel mit etwa 4800 Teilnehmern aus der ganzen Welt der größte Kongress aller Zeiten zur dentalen Implantologie.

Eine beeindruckende Veranstaltung, organisatorisch, inhaltlich und so motivierend wie inspirierend. Renommierte Wissenschaftler, Hochschullehrer und Kliniker aller Kontinente treffen sich drei Tage, um den Stand der Implantologie zu diskutieren und zukünftige Entwicklungen aufzuzeigen.

Die Atmosphäre und Stimmung einer solchen Veranstaltung ist schwer zu fassen. Die Vorträge sind anspruchsvoll und gehen in Details, die mit der täglichen Arbeit in der Praxis scheinbar wenig zu tun haben. In den Pausen gibt es Begegnungen und weitere Gespräche mit Kollegen. Und vielleicht erst, wenn alles wieder vorbei ist, merkt man, wie voll und eindringlich diese drei Tage waren.

Eine Messe der Implantologie

Möglicherweise ist es wie bei einem Pontifikalamt- einem Gottesdienst der von einem Bischof oder Abt gehalten wird. Implantologen aus der ganzen Welt kommen zusammen, weil sie eine gemeinsame Idee verbindet. Stephen Chen (nun der Präsident des ITI, also ein bißchen der Papst :-)) drückte sie in seinem Schlusswort so aus: ein bestmögliches Behandlungsergebnis bei einem möglichst geringen Aufwand für unseren Patienten.

Eine Veranstaltung wie diese ist dazu da, die Grenzen des Möglichen zu definieren. Und um aufzuzeigen, wie sich diese verändern werden.

Dazu gibt es eine Menge Predigten, die zur Erbauung, Läuterung und Erleuchtung dienen Vorträge. Thematisch decken diese den ganzen Katechismus die ganze Implantologie ab. Und oft sind es die Randthemen, die am interessantesten werden.

Wie bei einem Gottesdienst: Manchmal ist der Bezug zum Alltag nicht klar. Für einen Praktiker wie mich könnte es dann langweilig werden, wenn ich nicht gelernt hätte, dass es genau dann lohnend ist, genau hinzuhören. Weil da der Heilige Geist spricht erkennbar wird, wohin sich dieses Fach entwickeln wird.

Als Beispiel nur zwei der vielen herausragenden Predigten Vorträge:

Mario Roccuzzo (ITA) sprach über Strategien zum lebenslangen Erhalt von Implantaten:

Viele der Patienten, die Implantate bekommen, haben zuvor Zähne wegen einer Parodontose verloren. Ihnen muß vor Behandlungsbeginn bereits gesagt werden, dass ohne eine adäquate Mundhygiene sie auch mit Implantaten Probleme bekommen werden. Ein dauerhafter Erfolg ist auch abhängig von einer korrekten Positionierung des Implantats im Knochen und einer stabilen Weichgewebsdecke um das Implantat herum. Und doch kann es im Lauf des Lebens zu Entzündungen um das Implantat herum kommen. Einfach gesagt: es ist nicht fair, einem Patienten, der einen Zahn durch eine Parodontose verloren hat, NICHT zu sagen, dass ein Implantat auch Probleme bekommen kann.

Pontifikalamt für die Implantologie

William Martin (USA) redete über Implantatversorgungen im sichtbaren Bereich:

Das eine Implantatversorgung auch gut aussehen soll, ist ein wesentlicher Teil der Behandlung. Die Diagnose und Behandlungsplanung erfordert deswegen eine Menge Entscheidungen über die Therapieschritte um dies zu erreichen. Er plädierte leidenschaftlich für eine genaue Analyse vor Behandlungsbeginn, um Misserfolge und Kompromisse zu vermeiden.

Pontifikalamt für die Implantologie

So unterschiedlich die Sprecher und Themen, so unterschiedlich war en auch die Vorträge. Doch jeder war erkennbar bemüht, all sein Wissen mit dem Auditorium zu teilen. Dies trifft sicher für jede Messe jeden Kongress zu. Doch:

Was macht diesen Kongress der Implantologie besonders?

Er findet alle drei Jahre statt. Das reicht, denn die Erfolgsquoten mit dentalen Implantaten sind so hoch, dass Quantensprünge derzeit weder nötig noch zu erwarten sind.

Dafür wird nirgendwo sonst, soweit ich es beurteilen kann, der Anspruch eingelöst, das komplette Spektrum der Implantologie abzubilden. Nicht nur thematisch, sondern, vor allem, auch weltweit.

Und so treffe ich mich mit italienischen Kollegen, unterhalte mich in der Mittagspause mit einem Inder, der in Dubai praktiziert und bin begeistert vom Vortrag des Brasilianers über die Anatomie.

Das ist das Besondere: die weltweite Vernetzung. Habe ich Fragen bei der Versorgung eines meiner Patienten? Stelle ich sie dieser community Gemeinschaft, dann kann ich mir sicher sein, dass Antworten aus der ganzen Welt kommen werden. Und diese werden evidenzbasiert, klinisch relevant und wissenschaftlich abgesichert sein.

Deswegen bin ich froh, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

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